Das Projekt "Perspektiven.Saarland"

Mit Perspektiven.Saarland wollen wir zur erfolgreichen Gestaltung von Integration beitragen. Ein zentraler Schlüssel hierfür besteht unserer Überzeugung nach darin, Perspektiven aufzuzeigen, zu ermöglichen und zu nutzen. Dies gilt gleichermaßen für Zuwanderer wie für die Aufnahmegesellschaft.

Mitarbeiter und Teilnehmer von Perspektiven.Saarland

Perspektiven im Sinne eines Blickwinkels steht dabei einerseits für die Sicht auf den Anderen, für die Beschäftigung mit Perspektiven anderer Kulturen, für Auseinandersetzung mit dem Neuen. Nur über diese Auseinandersetzung kann Verständnis wachsen. Nur über ein wachsendes Verständnis gelingt Annäherung. Und Annäherung ist die entscheidende Voraussetzung, dass Neuankömmlinge und Aufnahmegesellschaft zu einer durch geteilte Werte verbundenen Gesellschaft zusammenwachsen. Auch wenn das Ausmaß erforderlicher Aneignungs- und Lernprozesse für Zuwanderer größer ist, so ist nach unser Auffassung gelingende Integration davon abhängig, dass diese Prozesse auch in der Aufnahmegesellschaft stattfinden.

Perspektiven im Sinne von Zielen steht andererseits dafür, dass Menschen aus ihrem Herkunftsland flüchten, weil sie dort keine Perspektiven mehr sehen. Weil sie für sich und ihre Familien glauben, nur in einem neuen Land Perspektiven finden zu können. Weil sie sich, wie alle Menschen, nach geschützten Lebensbedingungen, nach einer gesicherten Versorgungslage und nach der Möglichkeit, sich ohne Angst vor Verfolgung und Unterdrückung verwirklichen zu können, sehnen. 

In diesen Perspektiven liegen große Chancen für Integration begründet. Wer Perspektiven sucht, ist bereit, sich etwas abzuverlangen, sich für diese anzustrengen, sich auf Herausforderungen einzulassen. Nichts Anderes tun Menschen, wenn sie sich auf eine teils monatelange, gefahrvolle und ungewisse Flucht begeben. Wenn sie geliebte Menschen zurücklassen. Wenn sie ihr gewohntes Lebensumfeld verlassen, um sich in einer fremden Gesellschaft neu zu orientieren.

Link zum Blog www.perspektiven.saarland

Das Projekt "Mitreden - Perspektiven.Saarland"

Mit dem Projekt "Mitreden - Perspektiven.Saarland" weiten wir die Möglichkeiten von Geflüchteten deutlich aus, sich über Spracherwerb und Orientierung um Perspektiven im neuen Lebensumfeld zu bemühen. In Kooperation mit der Staatskanzlei richten wir landesweit an Volkshochschulen, in Bibliotheken und in der Landesaufnahmestelle Lebach Lerncafés ein.

In diesen Lerncafés werden insgesamt 500 Chromebooks aufgestellt, die von der Stiftung Google.org über NetHope zur Verfügung gestellt wurden. Jacquelline Fuller, Direktorin von Google.org, und Annette Kroeber-Riel, Direktorin für Public Policy & Government Relations bei Google Deutschland, übergaben die Chromebooks für das Saarland am 25.02. in der Saarländischen Vertretung in Berlin an Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

In den Lerncafés erhalten Geflüchtete Online-Zugänge zu Lernangeboten wie dem DVV-Lernportal www.ich-will-deutsch-lernen.de oder dem Orientierungsangebot „Ankommen“ des Goethe Instituts. Sie können dadurch frühzeitig Deutsch lernen und die Wartezeit auf einen Deutschkurs sinnvoll nutzen. Ehrenamtliche Lernbegleiter, die wir für diese Aufgabe qualifizieren, unterstützen bei der Nutzung der Lernportale.