Online-Workshop: Die Zukunft des Englischen an der vhs - 1) Für Mitarbeitende

Kooperation der vhs-Landesverbände Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland

 

Es ist ein historisches Ereignis, denn nie zuvor in der Geschichte gab es eine globale Lingua Franca. Heute wird (fast) überall Englisch gelehrt, gelernt, gesprochen und geschrieben. Experten schätzen, dass ca. 80 % aller Englisch-Sprechenden Englisch nicht als Erstsprache erworben haben. Kaum überraschend ist daher die immer größer werdende Zahl von Varianten und Varietäten des Englischen, die oft die Herkunft der Sprachnutzenden auf die eine oder andere Weise reflektieren. Ausführliche Informationen zur weltweiten Situation der englischen Sprache enthält eine aktuelle Studie von British-Council The Future of English (2023). Zusammen mit dem neuen GER-Begleitband (2020) ist sie Ausgangspunkt und Anlass für diese interaktiven Workshops.

Teil 1 - für Hauptamtliche vhs-Mitarbeitende: British-American Englisch - oder was sonst?
Montag, 18.03.24, 9.00-13.00 Uhr

Muttersprachliche Standards werden nach wie vor als Lernziel für Lernende in Schulen, Hochschulen und Volkshochschulen genannt.  An „muttersprachlichen“ Standards orientieren sich übrigens auch digitale Selbstlern- und Übersetzungs-Apps, die heute ernst zu nehmende Konkurrenten von vhs und Sprachschulen sind. Ob „Muttersprachler“ und „Standardsprache“ allerdings für Lernzielbeschreibungen des Englischen geeignet sind, wird seit langem in Frage gestellt. Der Europarat (2020) ist diesbezüglich klar: Er empfiehlt, stattdessen „kontext-relevante Standards“ zu beschreiben, und meint damit nicht zuletzt auch (inter-)kulturelle Kontexte. Das heißt: Britisch-amerikanische Sprachstandards sind angemessen in Kontexten mit Sprecher/innen dieser Varianten. In Lingua-Franca-Kontexten können sie dagegen zu ernsthaften Missverständnissen führen. Alle TN dieses interaktiven Workshops erhalten die British-Council Studie.

Hier Anmeldung zu Teil 2) für Mitarbeitende & Kursleitende: Same old, same old - oder neue Profile, neue Zielgruppen, neue Inhalte? - Fr, 22.03.24, 14.00-18.00 Uhr

 

Referentin Judith Mader

Judith kommt aus Nordengland und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Sie hat als Sprachlehrerin, Fortbildnerin und Testautorin gearbeitet. Darüber hinaus ist sie Autorin zahlreicher Lehrwerke und verschiedener Methodik-Bücher. Zuletzt war sie Head of Languages an der Frankfurt School of Finance and Management. Heute gilt ihr besonderes Interesse Fragen der interkulturellen Kompetenz und der Rolle des Englischen als globaler Lingua Franca.

Referent Rudi Camerer

Rudi war in der Erwachsenenbildung tätig, u.a. als Direktor der Hamburger Volkshochschule und als Geschäftsführer der Weiterbildungs-Testsysteme GmbH.  Seit 2005 leitet er elc-European Language Competence, eine Beratungsfirma mit Sitz in Frankfurt/Main. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel zum Thema interkulturelle Kompetenz. Zusammen mit Jürgen Quetz hat er den Begleitband zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen ins Deutsche übersetzt.

Kursinformationen:


Anmeldeschluss: 04. März 2024

Dozenten: Rudi Camerer, Judith Mader

Kursnummer: FB-24-S-0318

Preis: gebührenfrei

Ort: online, Zoom-Videokonferenz

Kurs voll belegt - keine Anmeldung mehr möglich


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